Häufige Fragen

Kann der Governikus Communicator auf mehreren PCs installiert werden?

Der Governikus Communicator ist als Einzelplatzlösung konzipiert. Es besteht jedoch die Möglichkeit, den Speicherort des Postfaches auf ein Netzlaufwerk bzw. Dateiserver festzulegen. Es kann dann von mehreren PCs auf das Postfach zugegriffen werden, jedoch nicht gleichzeitig. Für den Einsatz in verzweigten Organisationsformen (parallele Nutzung) und auch die Einbindung in Mailprogrammen wie beispielsweise Outlook stehen Drittprodukte zur Verfügung (siehe https://egvp.justiz.de/Drittprodukte/).

Wo finde ich die SAFE-ID für die Beantragung des Postfaches?

Die SAFE-ID wird im Governikus Communicator als Nutzer-ID bezeichnet und kann über die Menüleiste unter Server > Verzeichnisdienst… angezeigt werden. Sie beginnt in der Regel mit „DE.Justiz.[…]“. Ohne Angabe einer SAFE-ID kann das Postfach nicht freigeschaltet werden.

Was muss beim Antrag im Feld "Name des Antragstellers" eingetragen werden?

Der Antrag soll in der Regel vom Postfachverantwortlichen (Behördenleiter, Dienststellenleiter) gestellt und unterschrieben werden. Er kann diese Aufgabe jedoch an einen Postfachverantwortlichen delegieren.

Ich erhalte die Meldung „Ihr Postfach wurde noch nicht freigeschaltet. […]“. Was ist zu tun?

Das Postfach wurde erfolgreich eingerichtet und muss nun noch freigeschaltet werden. Bitte füllen Sie den Antrag auf Freischaltung aus und reichen diesen ein.

Was sind die Aufgaben des Postfachverantwortlichen?

Die Aufgaben des Postfachverantwortlichen werden in § 8 der Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung (ERVV) beschrieben:

  1. Der Postfachinhaber bestimmt die natürlichen Personen, die Zugang zum besonderen elektronischen Behördenpostfach erhalten sollen, und stellt ihnen das Zertifikat und das Zertifikats-Passwort zur Verfügung.
  2. Der Zugang zum besonderen elektronischen Behördenpostfach erfolgt ausschließlich mithilfe des Zertifikats und des Zertifikats-Passworts des Postfachinhabers. Die Zugangsberechtigten dürfen das Zertifikat nicht an Unbefugte weitergeben und haben das Zertifikats-Passwort geheim zu halten.
  3. Der Postfachinhaber kann die Zugangsberechtigungen zum besonderen elektronischen Behördenpostfach jederzeit aufheben oder einschränken.
  4. Der Postfachinhaber hat zu dokumentieren, wer zugangsberechtigt ist, wann das Zertifikat und das Zertifikats-Passwort zur Verfügung gestellt wurden und wann die Zugangsberechtigung aufgehoben wurde. Er stellt zugleich sicher, dass der Zugang zu seinem besonderen elektronischen Behördenpostfach nur den von ihm bestimmten Zugangsberechtigten möglich ist.

Muss ich ein beBPo beantragen, wenn ich bereits über De-Mail erreichbar bin?

Jede Behörde ist grundsätzlich gemäß § 3 Abs. 2 HEGovG verpflichtet, einen DE-Mail-Zugang zu eröffnen.
Ist eine Kommune berechtigt, Ordnungswidrigkeiten zu erlassen, so muss sie alle Übermittlungswege gemäß § 110c OWiG i.V.m. § 32a StPO eröffnen, da der Absender einer elektronischen Nachricht den Übertragungsweg grundsätzlich wählen kann. In diesem Fall ist die Einrichtung eines besonderen elektronischen Behördenpostfaches erforderlich.

Wie kann ich feststellen, welche Behörde bzw. juristische Person des öffentlichen Rechts bereits ein beBPo besitzt?

Nach Suche eines Empfängers im Adressbuch/Verzeichnisdienst werden alle Institutionen und Personen angezeigt, mit denen ein Nachrichtenaustausch mittels beBPo möglich ist. Bitte beachten Sie, dass erst nach Eingabe eines Suchkriteriums Adressen angezeigt werden. Genauere Informationen zur Auswahl eines Empfängers im Governikus Communicator sind in Kapitel 10.2 des Benutzerhandbuches (siehe "Downloads") beschrieben.